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Teil 2 von 4: Anbau und Herstellung von Tee

Der Ursprung und die Anbaugebiete des Tees

Ursprünglich stammt die Teepflanze aus China und Japan, es wurde von den nomadisch lebenden Völkern reger Handel damit getrieben. Es handelte sich damals nur um Grüntee, da die Fermentierung noch unbekannt war. Während der Mogulherrschaft im 12. Und 13. Jahrhundert verlor das Getränk an Bedeutung. In der Ming Dynastie hielt die Fermentierung Einzug in die Teeproduktion, der daraus entstandene Schwarztee wurde immer beliebter. Jahrhunderte hatte China eine Monopolstellung bei der Produktion von Tee. Robert Fortun bekam 1848 von der Ostindischen Kompanie den Auftrag aus China Teepflanzen zu beschaffen, um diese in Indien zu kultivieren. Drei Jahre lang wurden tausende Samen und Stecklinge über das Meer transportiert um in Indien Teeplantagen zu kultivieren. Einige chinesische Teebauern konnte er davon überzeugen, mit ihm nach Indien zu reisen um dort eine Teeproduktion zu starten.

Die wilden Teepflanzen in der Gegend um Assam in Indien wurden mit den chinesischen Teepflanzen gekreuzt und in Teeplantagen gepflanzt. Hier entstand an den Hängen links und rechts des Brahmaputra, der seinen Ursprung in Tibet nimmt und sich als mächtiger Fluss durch Assam schlängelt, das größte Tee-Anbaugebiet der Erde. Ca. 170.000 Hektar Plantagen in 300–800 m Höhe prägen die Landschaft. Geht man davon aus, dass auf einen Hektar ca. 12.500 Teepflanzen gesetzt werden, so sind das etwa 2,1 Milliarden Pflanzen. Eine mächtige Zahl und man kann sich vorstellen, wie viele Hände hier benötigt werden, um den Tee zu ernten. Durch das subtropische Klima wächst hier ein würziger, kräftiger Tee. Das angrenzende, eher flache Anbaugebiet in Dooars, westlich von Assam, ist für seinen belebenden, dunklen Tee bekannt. Zu den wohl populärsten und besten Tees der Welt gehört der berühmte Darjeeling, der seinen Namen vom Anbaugebiet im Norden Indiens bekam. Hier gedeihen in einer Höhe von 800 bis 2500 m, an den Südhängen des Himalayas hunderttausende Teepflanzen.

Das einzigartige Klima, die intensive Sonneneinstrahlung und der immer wiederkehrende Monsunregen verleihen dem hier wachsenden Tee eine besondere Note. Auf der wunderschönen tropischen Insel Sri Lanka (Ceylon) baute James Taylor aus Schottland Tee an. Er experimentierte einige Zeit, bis dieses zu einem kommerziellen Anbau führte. Er war der Vorreiter der Teeindustrie Sri Lankas. Ceylon Tee war und ist ein bekömmlicher, sehr aromatischer Schwarz- und Grüntee. Zu den weiteren Anbaugebieten gehören Nepal, Taiwan (Formosa) und Ostafrika. Der Tee aus Taiwan, der noch immer unter dem Namen Formosa-Tee gehandelt wird, gehört zu den hervorragendsten Tees (Formos-Oolongs), unter Liebhabern werden hohe Preise dafür bezahlt. In Taipai, Hsinchu und Taoyuand als auch im bergigen Norden sind die Teegärten angesiedelt. Das jüngste Teeanbaugebiet befindet sich in Kenia (Ostafrika). Erst vor etwa 80 Jahren begann man dort Teegärten anzulegen.

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