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Neun Wege Kaffee zu brühen

Früher war Kaffee ein Getränk, das in Maßen und nicht in Massen konsumiert wurde. Bestenfalls wurde nur zu besonderen Anlässen eine Tasse Kaffee genossen. Heute geht nichts mehr ohne Kaffee. Zugenommen hat aber nicht nur die Menge an Kaffee, die wir trinken, sondern auch die Varianten, wie ein Kaffee zubereitet wird. Auch wenn stets nur gemahlene Kaffeebohnen mit heißem Wasser überbrüht werden, wirkt es sich stark auf den Geschmack des Kaffees aus, wie Wasser und Kaffeemehl zusammengebracht werden. Deswegen gibt es mehr als nur eine Möglichkeit, um das köstliche Heißgetränk zu zaubern. Welche Variante man bevorzugt, hängt von den eigenen Geschmacksvorlieben ab. Der eine schwört auf Filterkaffee, während der andere lieber French Press trinkt.

 

Filterkaffee-Maschine – der bekannteste Weg

Der Filterkaffee aus der Maschine ist die beliebteste Art der Zubereitung. Schon während des Kaffeekochens breitet sich der aromatische Geruch in der Küche aus und das Blubbern und Zischen beim Brühen weckt Vorfreude auf den Kaffee. Die Kanne mit frisch aufgebrühtem Filterkaffee gehört zum typischen Bild eines gedeckten Kaffeetisches. Die Kaffeemaschine besteht aus einem Wassertank, der eingebauten Heizspirale sowie Filter und Kanne. Nachdem man Wasser und die richtige Dosis an Kaffeemehl hineingegeben hat, muss man nur noch anschalten und warten. Beim Filterkaffee wird das Wasser durch einen Durchlauferhitzer auf 94 Grad erhitzt. Der dabei entstehende Druck drückt das Wasser durch ein Steigrohr nach oben, wo es schwallartig durch die Filtertüte fließt.

Handgefilterter Kaffee – der manuelle Weg

Kaffeekenner sind Fans von diesem alten Kaffeeritual. Bei der Zubereitung sind keine teuren Geräte oder viel Aufwand notwendig. Einzig Filterpapier, ein Handfilter aus Porzellan und natürlich Kaffeemehl kommen zum Einsatz. Bei der manuellen Kaffeezubereitung wird das mittelfein gemahlene Kaffeepulver (7 g pro Tasse) in den Filter gefüllt und mit einem Schwapp heißen, aber nicht kochenden Wasser übergossen, sodass das Pulver aufquillt und sich die löslichen Stoffe später besser herauslösen. Anschließend wird das Wasser immer schwallartig über das Pulver gegeben. Nach jedem Schwall muss gewartet werden, bis das Wasser durch den Filter gelaufen ist. Das Ergebnis ist ein milder Kaffee ohne störenden Fremdgeschmack.

Türkischer Kaffee / Mokka – der traditionelle Weg

Mokka ist eine italienische Erfindung aus den 30er-Jahren. Der Name stammt von der Stadt Mokka in Jemen, die berühmt für ihren Kaffee ist. Zubereitet wird der Türkische Kaffee in einer italienischen Herdkanne. Dabei wird gemahlener Kaffee in den Filtereinsatz gegeben und der Wasserbehälter der Herdkanne mit Wasser gefüllt. Im nächsten Schritt wird die Kanne auf dem Herd erhitzt, bis das Wasser mit hohem Druck durch das gemahlene Pulver gepresst wird. Ein hustendes Geräusch und das Austreten eines ständigen Strahls aus der Herdkanne sind Zeichen dafür, dass der Kaffee fertig ist und genossen werden kann.

Karlsbader Kanne – Der reinste Weg

Kaffee ohne Fremdgeschmack brühen und puren Kaffeegenuss erleben – das ermöglicht diese Kaffeezubereitung. Der Name dieser Kanne geht auf die Stadt Karlsbad zurück, in der die Brühmethode für die Karlsbader Kanne entwickelt wurde. Bei der Karlsbader Kanne handelt es sich um eine Porzellankanne mit zwei durch glasierten Porzellansieben. Da sie ohne Filterpapier und Siebträger auskommt, wird das Aroma nicht verfälscht. Notwendig für die Karlsbader Kanne ist grob gemahlener Kaffee, damit er nicht durch die Löcher des Filters gespült wird. Nachdem das Pulver in den Aufsatzbehälter gegeben wird und der Wasserverteiler aufgesetzt wurde, wird der Verteiler langsam mit siedend heißem Wasser gefüllt. Das Wasser läuft durch das Kaffeepulver und das Sieb nach unten in die Kanne. Dank den Porzellansieben werden Fette, Öle, Zucker und Säuren schonend herausgelöst, wodurch dem Genießer ein Kaffee ohne störenden Fremdgeschmack geboten wird.

French Press – der junge Weg

Diese Art der Kaffeezubereitung wurde mit den Jahren immer beliebter. Vor allem bei jungen Leuten ist die French Press-Methode mit der Stempelkanne, auch Kaffeebereiter genannt, sehr beliebt. Bei dieser Kaffeezubereitung wird in der Stempelkanne grob gemahlenes Kaffeepulver mit kochendem Wasser übergossen. Nach einer Ziehzeit von etwa 4 Minuten drückt man den Stempel nach unten. Dabei wird der Kaffeesud durch ein Metallsieb auf den Boden der Kanne geschoben und der Kaffeesatz von der Flüssigkeit getrennt.

Die Cona Kanne – der ausgefallene Weg

Diese Art der Zubereitung ist für Individualisten. Wer den Aufbau der Cona Kanne sieht, denkt wohl zuerst an den Chemieunterricht. Die Glaskolbenkaffeemaschine besteht aus zwei Kolben. In den unteren wird Wasser gefüllt, in den oberen kommt Kaffeepulver. Wenn das Wasser durch einen Spiritusbrenner erhitzt wird, steigt es durch das innere Glasrohr und mischt sich mit dem Kaffeepulver. Sobald das Wasser komplett verkocht ist, wird die Flamme gelöscht. Beim Abkühlen des unteren Kolbens entsteht ein Unterdruck, der den Kaffee nach unten saugt.

Kapsel-Maschinen – der einfache Weg

Kapsel-Maschinen liegen derzeit im Trend. Eine ganze Kaffeekanne kochen, lohnt sich für Singles nicht. Eine bessere Alternative ist die moderne Kapsel-Maschine, die eine einzelne Tasse Kaffee in Sekundenschnelle zubereitet. Die Handhabung ist denkbar einfach. Die Kapsel wird in die Maschine gelegt und per Knopfruck wird heißes Wasser über den Kaffee gebrüht. Der Kaffee aus der Kapselmaschine ist genießbar, allerdings ist der Preis pro Tasse viel höher als bei Filterkaffee.

Pad-Maschinen – der teure Weg

Der schnelle Weg zum Kaffee ist eine Pad-Maschine. Mit wenig Aufwand und perfekt dosiert ist sie für die Zubereitung einzelner Tassen ideal. Einzig die hohen Kosten für eine Tasse Kaffee sorgen dafür, dass sie eher für wenigtrinker geeignet ist. Pad-Maschinen sind Kapsel-Maschinen sehr ähnlich. Wasser in den Tank, Pad einlegen, Knopf drücken und schon füllt sich die Tasse mit dem herrlich schwarzen Lebenselixier. Durch den Druck beim Brühen erhält der Kaffee eine feine Crema.

Vollautomat – der edelste Weg

Ein Vollautomat ist absoluter Luxus. Kaffeegenießer bekommen auf Knopfdruck Kaffee aus frisch gemahlenen bohnen. Mit Milchtank, Wassertank und Bohnenbehälter ausgerüstet brüht er den Kaffee frisch auf und verfeinert ihn auf Wunsch mit aufgeschäumter Milch.

Quellenangabe/Bild

© Multiart  / Fotolia.com

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